00:00:00: Kapitel ninety-vier, bedeutete Beno seinem Sohn.
00:00:07: Lass sie schlafen!
00:00:08: Die beiden haben einiges hinter sich, machte auch Tinos und legte sich den Finger auf den Mund.
00:00:17: Er warf Helmi und seiner Schwester einen letzten Blick zu.
00:00:20: Dann schloss sein Vater die Tür zum Zimmer der Mädchen.
00:00:25: Es ist gut dass Sie endlich schlaven.
00:00:27: Ich habe das Gefühl als hätten sie seit Tagen nicht wirklich zur Ruhe gefunden.
00:00:33: Leonore lehnte sich gegen die verschlossene Tür und wusste, dass die Dinge endlich an ihren richtigen Platz gefunden hatten.
00:00:42: Die Mädchen waren zu dritt- und wohlbehalten wieder aufgetaucht.
00:00:47: Helmi und Willmar auf den Liegestühlen, Emy, hatten sie eingerollt im Gras gefunden.
00:00:54: Die Tiefsee hatte sie heimgeschickt – das konnte nur bedeuten, dass Sie sich entflochten und zu sich selbst gefunden hatten.
00:01:05: Ihre Vergangenheit ankerte in ihren Erinnerungen, in denen die wirklich zu ihnen gehörten – und ihnen Halt geben würden.
00:01:16: Beno, Annie und Tinos glaubten dass die Mädchen erschöpft von ihrem Streit eingeschlafen waren.
00:01:24: Gut so dachte Leonore, lächelte und drehte ein Stück Lackritz in ihren Händen das Verdächtig nach Anis und Süßholz roch, Nach einer Beruhigung der Nerven.
00:01:38: Die sich wohllich im Körper verbreitete Noch während man daran knabberte.
00:01:44: Die ganze Familie hatte am Lagerfeuer immer wieder in die Süßigkeiten gelangt Und sich am Ende nicht einmal gefragt Wo die Mädchen abgeblieben waren Als sie spät nachts zu Bett gingen.
00:01:57: Am Morgen fanden Sie alle drei Im Garten ihres Ferienhauses.
00:02:02: Adolfus und Daisy holten ihre Nichte ab, und brachten sie nach Haus in ihr Bett.
00:02:08: Es dauerte einen ganzen Tag bis die erste von ihnen erwachte.
00:02:14: Leonore entdeckte Wilma auf der Terrasse – tief versunken in ein Bild von Fredolin.
00:02:22: Hast du das nicht schon mal gemalt?
00:02:24: fragte Wilmas Oma in liebevollem Ton.
00:02:28: Ihre Enkelin sah nur kurz und hektisch von ihrer Zeichnung auf, nickte traurig und versank wieder in dem, was sie tat.
00:02:38: Wenn Leonore sich nicht ganz täuschte hatte Willmar Tränen auf den Wangen.
00:02:44: Sie setzte sich zu ihr Schatz!
00:02:48: Was ist los mit dir?
00:02:50: Ich muss Friedolin malen ich muss ihn wieder zurückbringen stammelte sie.
00:02:55: Ich habe ihn getötet.
00:02:57: Eine dicke Träner fiel auf Willmers Bild direkt in eines von Friedolins Clowns Augen so als weinte er mit ihr Nein, schluchzte Wilmer.
00:03:09: Jetzt fange ich ja wieder von vorne an und eine weitere Träne drängte in ihr Bild.
00:03:14: Direkt vor ihren Augen verschwamm nun obendrein Fridolin's roter Hut.
00:03:21: Wilmer schluchtete und zitterte – und Leonore wusste nicht was sie tun konnte!
00:03:28: Hatte die Rückführung doch nicht funktioniert?
00:03:31: Steckten noch immer falsche Erinnerungen in Wilmar.
00:03:36: Sie schien nicht mehr so wütend wie zuvor, nun aber furchtbeaufgeregt.
00:03:42: »Welma was redest du denn da?«.
00:03:44: Beruhigend legte sie einen Arm um ihre Enkelin und zog sie an sich.
00:03:49: Wilma schlug den Arm fort.
00:03:50: – «Nicht jetzt, Oma!
00:03:52: Ich muss Fridolin zeichnen, ich muss ihn malen, so wie er war.
00:03:56: Er darf einfach nicht tot sein.».
00:03:59: Sie zerknüllte die von ihren Tränen durch weichte Zeichnung, holte ein leeres Blatt hervor und begann von vorn.
00:04:07: Leonore bekam es mit der Angst zu tun.
00:04:09: Was faselte Wilma da?
00:04:12: In Windeseile zirkelte sie den Küchenschrank der Molanders erneut aufs Papier, fast schmierte sie ihn auf die Seite und so fehlten einige Details.
00:04:23: Ist nicht die Schublade ganz unten, fragte Leonore?
00:04:27: Erneut brach Wilma in Tränen aus, zerriss auch dieses Blatt und begann nun zum dritten Mal zu reparieren was Emi's Wutzer stört hatte.
00:04:39: Er ist tot, Oma, weinte sie bitterlich.
00:04:42: Tod!
00:04:44: Mausetod und ich bin
00:04:47: schuld.".
00:04:48: Erneut wollte Leonore sie in den Arm nehmen aber Wilmer schrie sie an.
00:04:53: Nicht jetzt nicht hier.
00:04:55: Ich muss ihn unbedingt zeichnen.
00:04:57: Verstehst du das denn nicht?
00:05:00: Sie nahm ihre Stifte und das Papier und rannte davon.
00:05:04: Leonore blieb verdattert zurück.
00:05:07: Da war sie wieder, die Wut in Wilmer.
00:05:11: Gepart mit absoluter Verzweiflung und eben deshalb doch anders als vor Wilmers Rückkehr in die Tiefsee!
00:05:22: Sie hörte die Barthür zuschlagen und ihr Mädchen weinen.
00:05:26: Hilflos blieb Leonore zurück – und während sie hoffte das Helmi nicht wach geworden verfolgte sie die einzige Idee, die ihr hilfreich erschien – ein Besuch bei den Molanders.
00:05:41: Sie schnappte sich ihre Krücke, obwohl sie immer besser ohne sie zurechtkam und humpelte hinüber.
00:05:47: An der Grundstücksgrenze begegnete sie Kalles Opa und brachte ihn so schnell sie konnte auf dem neuesten Stand.
00:05:56: Seine Brillengläser begannen augenblicklich grün zu glimmen.
00:06:01: »Sie kann nichts dafür« beschwichtigte er.
00:06:05: Sag es dem Mädchen, bat Leonore.
00:06:08: Ich weiß nicht einmal wovon sie spricht!
00:06:11: Lass uns eine Tasse Tee trinken, bat er Wilmers Oma.
00:06:15: Ich werde's dir erklären und kein Grund zur Sorge – Wilmer wird erkennen das.
00:06:21: nicht Sie es war die Friedolin das angetan hat sondern eine Verkettung furchtbarer Umstände.
00:06:29: aber Rufus kann ihn doch wieder aufbauen wenn er kaputt ist Ist doch nicht das erste Mal.
00:06:38: Schon, erwiderte Arthur und wirkte ein wenig niedergeschlagen.
00:06:43: aber Fredolin wird nicht mehr der Alte sein.
00:06:47: Ich verstehe kein Wort, räumte Leonore ein.
00:06:50: Es ist doch nur ein Schrank!
00:06:53: Arthur blieb ihr für den Moment die Antwort schuldig Und sie gingen einige Schritte über den braun gebrannten Rasen zusammen.
00:07:03: Dann bliebt Wilmers Oma doch noch einmal stehen.
00:07:08: Du bist dir sicher, Wilma kommt allein klar.
00:07:12: Sie ist nicht allein", sagte Arthur und wieder glommen die Halbmohende seiner
00:07:18: Brille.".