00:00:00: Kapitel fifty-fünfzig.
00:00:03: Oh, es war herrlich den Stift über das Papier flitzen zu lassen!
00:00:08: Sie hatte sich zuletzt viel zu selten Zeit genommen etwas zum Malen und es damit auch zum Leben zu erwecken.
00:00:15: Sie hat sich viel zu tief in ihre Vergangenheit also in ihre Tapete daheim vergraben, während sie sich um ihre Zukunft hätte kümmern sollen.
00:00:27: Weimar saß an der Stallküste von Lommelunder Die Sonne wickelte sich zart aus den Wolken und noch im Schlafanzug wollte Wilmar die Zeit nutzen, bevor alle anderen aufstanden.
00:00:39: Ein Packen Stifte lag neben ihr und immer wieder griff sie in die Farben.
00:00:44: Zug eine weitere hervor und brachte sie zu Papier.
00:00:49: Rufus hatte sich Mühe gegeben Fredolin besonders bunt und fröhlich zugestalten.
00:00:55: die gelben Flügeltüren, der rote Mund, der bunte Hut das breite Lachen.
00:01:00: Wilmar lachte nun ihrerseits bei dem Gedanken wie sie Fredolin den Gar ausmachen würde – wie sie sein Leiden mit jedem Strich plante und seinen qualvollen Untergang aufs Papier brachte.
00:01:18: Sie ließ die Stifte tanzen und wusste Je detailgetreuer sie malte, desto mehr würde ihre Fantasie in Friedolins Holzadern schießen und ihn später von innen heraus vernichten.
00:01:33: Klammheimlich – ohne dass es jemand bemerkte!
00:01:37: Der schleichende Tod in unzähligen Schattierungen bis nichts und niemand ihn mehr retten konnte.
00:01:46: Bis er dahin sichte so wie er andere hatte leiden
00:01:49: lassen.".
00:01:51: Wilmer war zufrieden mit dem, was auf ihrem Bild entstand und sah hinüber zu dem weißen Haus mit dem rotem Giebel.
00:01:59: Auch Rufus war früh wach und lief immer wieder auf die Terrasse danach zurück in die Küche.
00:02:06: Er winkte Wilmar freundlich zu, blindzelte kurz in die Morgensonne und verschwand erneut im Haus.
00:02:13: Jedes Mal wenn er verschwand nahm er ein neues Stück Fridolin mit hinein – das auch sie Daraufhin ihrem Bild hinzufügte.
00:02:23: Er hatte die Schubladen und Flügel-Türen in Stand gesetzt, Die Arbeit verlieh ihm eine Aufgabe.
00:02:30: Wenn Pimpf und sein Sohn wieder erwachten Dann sollten sie Fridolin so vorfinden wie Sie ihn kannten.
00:02:36: Deshalb musste er sich beeilen.
00:02:39: Niemand wusste wann sie wieder zu sich finden würden.
00:02:44: Wilma lächelte böse und berechnend.
00:02:48: Sollte er sich nur ins Zeug legen sollte er reparieren, was in zwei gebrochen war.
00:02:54: Rufus geschickte Hände würden ihrer Magie ganz sicher nicht im Weg stehen.
00:03:00: Im Gegenteil!
00:03:01: Er gab Wilma etwas an dem sie ihr eigenes Werk ansetzen konnte.
00:03:07: Was Rufos in bestem gewissen Schuh spielte der zwölfjährigen in die Hände.
00:03:13: Sobald Fridolin wieder aufrecht stand würde sie ihm seine Kraft Stück für Stück nehmen und ihn von innen aushöhlen, bis er einfach nur leer war.
00:03:27: So leer wie auch sie sich damals gefühlt hatte!
00:03:31: Er sollte spüren was Sie hatte spühen müssen.
00:03:35: Er sollte leiden so wie Sie hatte leiden müssen.
00:03:39: Bau du nur Hofus.
00:03:41: Bau, dachte Wilma und sah zurück auf ihre Zeichnung.
00:03:47: Oh wow Ist das der Küchenschrank der Molanders?
00:03:52: Wilma wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen und spürte die Beine ihrer Großmutter in ihrem Rücken.
00:03:59: Leonora hatte Fridolin nie live gesehen, bevor er zerbarst – Wilma nickte!
00:04:07: So richtig passte ihr das nicht, dass ihre Oma ihr hinterherspionierte.
00:04:13: «So sieht er in meiner Erinnerung aus», sagte das Mädchen scheinheilig.
00:04:18: Vielleicht Hilft es Kalles Vater, ihn wieder zu reparieren?
00:04:23: Leonore lächelte und umfasste Wehmas braunen Pferdeschwanz liebevoll.
00:04:29: Was für ein reizender Gedanke!
00:04:31: Das würde ihn freuen.
00:04:33: Erleichtert sah Leonore hinaus auf die Ostsee – ein neuer Tag begann Und mit ihm wuchs Hoffnung.
00:04:43: Das war ihre Enkelin wie sie sie kannte.
00:04:46: Vielleicht hatte sie sich geirrt.
00:04:48: Vielleicht mussten Sie Wilma gar nicht im Auge behalten, vielleicht war sie doch nur durcheinander und würde ganz allmählich wieder Liebe und Luft in ihr Herz lassen um Angst und Wut aus der Tiefsee zu kontern.
00:05:04: Hoffentlich!
00:05:06: So wünschte sie sich und Lud Wilma erneut zur gemeinsamen Wanderung ein.
00:05:12: Gern Oma sagte sie heute Aber lass uns vorher was essen.
00:05:18: Eingehakt gingen beide zum Ferienhaus der Wanderwins zurück, im Augenwinkel sah Wilmer Virofus das letzte Teil von der Veranda holte.
00:05:29: er kompletierte Friedolin und Wilmar wusste es war der Anfang von Werdens Ende.