00:00:00: Kapitel vierundvierzig.
00:00:02: Das sah sie nicht.
00:00:04: Der nächste Morgen kam und noch immer herrschte, betretenes Schweigen.
00:00:09: Rufus bemühte sich den Schaden in der Küche in Ordnung zu bringen.
00:00:13: Er wischte Wände und Böden er fegte das Glas zusammen er schaute sich alle Rohre Und auch Friedolin an.
00:00:20: Während die Rohre merkwürdigerweise in Ordnung waren hatte es Friedolin schwer erwischt.
00:00:27: Sämtliche Einlagen waren geborsten Das Glas gesplittert, die Holzwände von Wasser durchträngt.
00:00:34: Stand man in ein zwei Metern Entfernung vor ihm?
00:00:39: Dann war der Schrank gefährlich in Schieflage geraden!
00:00:42: Es würde Rufus einige Anstrengung kosten ihn wieder auf die Beine zu bringen.
00:00:48: Was soll's?
00:00:49: murmelte er.
00:00:50: Der Schrank hatte nach all den Jahren eh eine Rundüberholung verdient.
00:00:56: Vielmehr sorgte er sich um seinen Vater und um sein Sohn.
00:00:59: Beide lagen wie in Trance, in ihren Betten und atmeten ruhig vor sich hin.
00:01:05: Lila und Rufus hatten beide vorsichtig gewaschen eine Ärztin kommen lassen und gegen deren Willen darum gebeten die beiden im Haus behalten zu dürfen – also daheim!
00:01:18: Richtig wohl fühlte sich die Ärzte nicht.
00:01:20: Sie insistierte, die beiden mit ins Krankenhaus nehmen zu dürfen.
00:01:24: Gab aber letztlich nach auch weil Daisy Donnelly eine wahre Hecke aus Zitronenmelisse vor dem Fenster der Molanders hatte wachsen lassen und deren Duft die Ärztin ungemein beruhigte.
00:01:39: Heute wollte sie zur Sicherheit noch einmal vorbeischauen.
00:01:44: Lila und Rufus sahen abwechselnd nach den Beiden.
00:01:48: Ihr Zustand jedoch blieb unverändert.
00:01:51: Nur die Popillen bewegten sich ab und zu hinter ihren Liedern.
00:01:55: Im Ferienhaus der Wanderwins ging es ähnlich still zu, zwar waren die beiden Mädchen körperlich wohl auf Die Ärztin hatte auch sie in Augenschein genommen Und ihre Verbrennungen versorgt aber der Schock war längst nicht ausgeheilt.
00:02:11: Wie Gespenster wandelten Sie durch das Haus hatten nur wenig Essen wollen und sprachen kein Wort.
00:02:18: Alle nahmen sich immer wieder in den Arm, alle mussten sich immer wie der Tränen verdrücken.
00:02:23: Aber noch waren die Mädchen nicht bereit über das zu sprechen was ihnen widerfahren war.
00:02:30: Leonore hatte die Molanders am Nachmittag besucht und nach dem Befinden von Kalle und Pimpf gefragt.
00:02:37: Adolfus rief an blieb aber dem Haus der Molanders fern.
00:02:42: nichts Neues hat Rufus traurig zu beiden gesagt Wie er nun so Stück für Stück das Chaos beseitigte, dabei auch gleich die lose Leiste am Eingang der Küche befestigte.
00:02:54: Wie er Fredolin wieder aufrichtete und so fast unter ihn griechen musste fand er einen Notizblock dessen Seiten nach der roten Flut eine rosa rote Färbung angenommen hatten.
00:03:10: Das Papier war gewählt aber inzwischen getrocknet Und die erste Seite zeigte verschwommen, ja verwaschen das Abbild eines Wahls.
00:03:23: Kapitel forty-fünf.
00:03:26: Oha!
00:03:28: So einfach hatte sie sich das gar nicht vorgestellt.
00:03:31: Bums wumms knall und schon hatte sie diese wunderbare kleine Explosion in einen Körper katapultiert.
00:03:40: Sie war immer davon ausgegangen dass sie noch abwarten müsste... ...dass es noch nicht Zeit war.
00:03:47: Nie hatte sie daran gedacht, dass es sie einfach an die richtige Stelle sprengen würde.
00:03:54: Aber die Dynamiken in der Tiefsee hatten ihr offenbar in die Hände gespielt!
00:04:00: Sie lachte – sie kicherte in sich hinein – was für ein überraschend günstiger Zufall.
00:04:07: und es fühlte sich herrlich an wieder einen Körper zu haben… mächtig … ganz Etwas übergriffig auch, aber genau das gefiel ihr.
00:04:20: Sie hatte zuletzt gespürt, dass sich in der Tiefsee etwas veränderte – Das aus irgendeinem Grund Dinge geschahen die dort nie zuvor passiert waren!
00:04:31: Nicht in dem ganzen Jahr, daß sie dort hatte verbringen müssen.
00:04:36: Sie nahm an, dass ein Fehler im System zum nächsten führte.
00:04:41: Fehler auf Fehler ergab in der Verkettung einen Kurzschluss Bumms, Kawums und Knall.
00:04:48: Und sie war mit allen anderen die dort nicht hingehörten herausgesprengt worden.
00:04:54: in der Hitze des Gefechts.
00:04:57: wie ein Geschoss flog sie durch die Luft und hatte sich beinahe aussuchen können welchen der vielen Körper die ihr plötzlich auf so wunderbare Weise zur Verfügung standen sie übernehmen würde.
00:05:11: auch wenn die Explosion nur kurz werte kam es ihr doch so vor, als wäre alles in Zeitlupe geschehen.
00:05:19: Als hätte die Zeit für sie gewartet bis sie den Körper fand der sich gut anfühlte.
00:05:27: Richtig für das was sie plante.
00:05:29: ein Körper der immer mehr zu ihrem werden würde.
00:05:34: Ein Körper der gar nicht bemerkte dass er feindlich übernommen wurde.
00:05:39: Bummskawums und Knall, endlich war sie dort wo sie den Quell ihrer Qual für immer erledigen konnte.
00:05:48: Ein Quell der schon jetzt reichlich lediert aussah und dessen Leid sie nur verlängern musste bis es für immer endete!