00:00:00: Kapitel forty-three.
00:00:03: Gerade als die Wanderwins die Terrasse der Molanders betreten hatten und alle miteinander ihre Wiedersehensfreude feierten, als sie sich Leonore vorstellten und auf Kaffeekuchen umschwenken wollten – gerade als Sie sich um Arnten und Herzen und Adolfus den Heimweg antrat, erschütterte eine gewaltige Explosion das Haus!
00:00:26: Etwas im Inneren der Küche hatte einen lauten Knall verursacht.
00:00:32: So laut und heftig, dass alle Wände wackelten Und Möwen aufgescheucht auf die Ostsee hinausflogen.
00:00:39: Alle starten einander fragend an Und Tinos verschwand hinter Benusbeinen.
00:00:45: Lila und Rufus stürzten in die Küche Doch weit kamen sie nicht Denn schon im Flur strömte ihnen Ein tiefrotes Meer entgegen.
00:00:55: Rückzug standen beide bis zu den Knien im Wasser.
00:00:58: Autsch, entfuhr es Leela!
00:01:00: Das Wasser ist verdammt heiß und rot fügte Rufus warnend hinzu.
00:01:08: Adolfus stolperte als Nächster ins Haus dicht gefolgt von Leonore.
00:01:13: Die drei Wanderwins lugten lediglich von der Terrasse um die Ecke und wollten ihren Augen nicht trauen.
00:01:21: Wie Wein oder viel schlimmer noch wie Blut ergoss sich eine unglaublich große Menge an Flüssigkeit quer durch das Untergeschoss.
00:01:32: Aus der Küche waren röchelnde Geräusche zu hören, ein Husten und Prusten, einen Spucken und Ächzen!
00:01:41: Adolfus panisch und in Sorge um Friedolin bahnte sich seinen Weg durch das Wasser und stieß an der Schwelle zur Küche auf ein junges Mädchen mit raspelkurzen Haaren Die Beine lang ausgestreckt, die Füße nackt.
00:01:55: So saß sie auf dem Boden.
00:01:58: Ihre Kleidung hing klitschnass an ihr Herab.
00:02:02: Ihre Haut glühte zartroser und ihre Augen fixierten traumatisiert diesen fremden Mann in fremder Umgebung unfähig zu entscheiden ob sie fliehen oder bleiben sollte.
00:02:15: Alles gut beschwichtigte sie Adolfus.
00:02:19: Ich tu dir nichts.
00:02:21: Das Mädchen zitterte Obwohl sie in der heißen Brühe saß, der Schock hatte sie fest im Griff.
00:02:28: Ich bin Adolfus, sagte er, hob die Arme und reichte ihr eine Hand.
00:02:35: A-Adolfus?
00:02:37: Eine weitere Mädchenstimme bahnte sich ihren Weg durch das Haus.
00:02:41: Lila und Rufus entdeckten Wilmer unter dem Küchentisch mit aufgeschlagenem Knien und hochroten Wangen.
00:02:49: Oh mein Gott!
00:02:50: Was ist
00:02:50: passiert?!
00:02:52: Lila stürzte auf sie zu und Wilma brach in Tränen aus.
00:02:56: Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen, kein Wortformulierenden.
00:03:00: zu schwer wog was sie gerade erlebt hatten.
00:03:05: Alles in ihr bebte, ihre Haut brannte, ihr Kopf schien taub weil sie ihn sich irgendwo gestoßen hatte.
00:03:12: Sie wusste wo sie sich befand aber nicht wie sie hierher gekommen war.
00:03:17: Sie schluchzte und führte Schmerz innerlich wie äußerlich.
00:03:23: Wilmer, Schatz!
00:03:23: Was ist passiert?
00:03:26: Nun war es Anni die in die Küche stolperte.
00:03:29: Sie kniete sich vor ihre Tochter und nahm sie in den Arm.
00:03:32: Beno kümmerte sich um Helmi.
00:03:35: Je weiter sich das Wasser seinen Weg suchte, desto schneller sank seine Temperatur.
00:03:41: Inzwischen konnte man sich problemlos in ihm aufhalten... was ist
00:03:45: passiert?!
00:03:47: Die Frage flog zum dritten Mal durch den Raum, doch weder will man noch Helmi war es möglich, irgendeine Antwort zu geben.
00:03:55: Beide starten durch Wände und schwiegen.
00:03:59: Plötzlich hörten sie ein Klappen!
00:04:03: Die großen Flügeltüren an Friedolins Front bewegten sich ganz schwach – und allen wurde klar, woher das viele Wasser gekommen war.
00:04:11: … aus dem Küchenschrank, denn noch immer spuckte Fridolin kleine Fontänen.
00:04:20: Vielleicht ist eine Heißwasserleitung gebrochen?
00:04:24: Rufus fand seine Sprache wieder und bemühte sich, Fridolin in Augenschein zu nehmen.
00:04:29: Leonore fiel direkt neben Annie etwas umständlich auf die Knie, um ihre Enkelen zu umarmen.
00:04:36: Wilmar liebes keine Sorge!
00:04:39: Das wird
00:04:39: wieder.".
00:04:41: Adolfus und Lila blickten geschockt durch die Küche durch das Chaos und keiner von beiden wagte dem anderen in die Augen zu sehen.
00:04:50: Beide wussten nur zugut, was hier aus welchem Grund geschehen war – und nun fing auch Lila bitterlich an zu weinen.
00:04:59: Wo ist Kalle?
00:05:01: Wo is
00:05:01: Pimpf?!
00:05:02: Adolfus!
00:05:03: Wo sind die beiden?
00:05:06: der am liebsten losgeschrien und sie mit schlimmstem Schuldvorwürfen bombardiert hätte, konnte sich gerade noch beherrschen und irgendwo her die Kraft nehmen Lila nicht vor allen Bloßzustellen.
00:05:19: Er durchkreuzte die Küche und Koch regelrecht in den noch immer röchelnden Fridolin.
00:05:25: Sämtliche Vasen und Pfannen schwammen im knöcheln hohen Wasser.
00:05:30: Rote Flecken verzierten die Wände überall, klebte zerbrochenes Glas.
00:05:35: Fridolin selbst schien wie ausgehöhlt, vollkommen aus den Angeln zu schwach um etwas zu sagen und umringt von zu vielen Menschen die gar nicht wussten dass er eine Stimme hatte.
00:05:49: In seinem Inneren gurgelte es und als Adolfus seinen Kopf tief in ihn hinein steckte flüsterte Fridoline matt sie genau hin!
00:06:05: Doch erwand seinen Körper in Friedolin von links nach rechts, bis er sie fand.
00:06:11: Kalle und Pimpf lagen bewusstlos und zusammengekrümmt in der hintersten Ecke des Küchenschrankes.
00:06:19: Sie atmeten aber sie regten sich nicht.
00:06:22: Schnell Lila ich brauche ihr Hilfe!
00:06:26: Vorsichtig stieg Lila durch die Scherben.
00:06:28: das Wasser lief langsam aus der Küche ab.
00:06:31: Sie und auch Rufus beugten sich in Friedolins Bauch und erstarten vor Schreck.
00:06:37: Die ihnen wichtigsten Menschen lagen reglos vor ihnen.
00:06:42: Kalle und sein Großvater wirkten wie Tod!
00:06:46: Mit vereinten Kräften zogen sie beide ins Tageslicht, und togen sie vorsichtig auf die Terrasse.
00:06:53: Rufus und Adolfus hielten den Großvaters Lila ihren Sohn.
00:06:58: Kreidebleich mit leichten Verbrennungen und vollkommen durch Nest lagen sie nebeneinander auf den
00:07:04: Holzbohlen.".
00:07:06: Wieder musste Lila weinen, während erst Annie mit der starren Wilma und dann Leonore mit der paralysierten Helmi ins Freie traten.
00:07:16: Was zum Teufel hast du getan?
00:07:19: Angesichts der Schwere der Ereignisse verließ Adolfus alle Beherrschung und seine Maske gerade viel.
00:07:27: Geschockt und voll von Vorwürfen fasste er lila fest um beide Schultern und begann sie zu schütteln!
00:07:36: schrie er erneut und schlug mit der Faust wütend auf den Boden.
00:07:40: Die Wanderwins, Leonore die Mädchen und auch Rufus alle erschragen mächtig!
00:07:46: Was für ein Wutausbruch des sonst so sanften Mannes!
00:07:51: Ihre Blicke wanderten zwischen Lila und Adolfos hin und her.
00:07:55: niemand vermochte einzuordnen was zwischen beiden abging.
00:07:59: Adolfus sagte Rufuss besänftigend und legte dem alten Mann die Hand auf die Schulter.
00:08:05: Das war ein Unfall.
00:08:07: Es sind alle am Leben, die beiden sind nur unmächtig.
00:08:11: Nur?
00:08:12: Spieladolfus!
00:08:13: Nur?!
00:08:14: Nichts von alledem hätte passieren müssen wenn deine Frau auf mich gehört hatte.
00:08:19: Was hat sie denn mit dem kaputten Rohr zu tun?
00:08:23: Wunderte sich Rufus offenbar noch nicht in der Lage zu hinterfragen warum sein Vater und Sohn bewusstlos in Friedolin gelegen hatten.
00:08:33: Alle auf dieser Terrasse standen unter Schock.
00:08:37: Wo, wo ist Monéo?
00:08:39: fragte Helmi zackhaft.
00:08:42: Wer is
00:08:42: Monéo?,
00:08:44: flüsterte Annie.
00:08:46: ein Wal stellte Willmar fest.
00:08:49: Gott!
00:08:49: Beno die beiden Mädchen faseln unsinniges Zeug.
00:08:53: Beno nickte und drückte seinen Sohn fest an sich der Stumm- und Schwer in seinen Armen lag.
00:09:00: Besser.
00:09:00: wir bringen die beiden mal rüber zu uns.
00:09:02: Ich glaube eine Dusche etwas bipantänen Ein Bett werden fürs erste helfen.
00:09:06: Schluck Leonore vor.
00:09:08: Ja, das wird das Beste sein", sagte Annie und zitterte.
00:09:13: Unschlüssig sah sie die Molanders an – unschlüssig weil sich noch immer keiner der beiden bewusstlosen Bewegte, unschlussig weil sie Lila's Sorge als Mutter nachempfinden konnte.
00:09:27: Ist schon gut, flüsterte Lila.
00:09:30: Geht ihr nur?
00:09:31: Kümmert euch um die Mädchen!
00:09:33: Morgen wird die Welt anders
00:09:34: aussehen.".